Neuordnung Wohnquartier Lenbachstraße: das Parkhaus ist fertig!

Oberbürgermeister Ebersberger und Geschäftsführer Prokscha vor dem Parkhaus Cranachstraße

Grünes Wohnen in der Lenbachstraße:

Zentrales Parkhaus eröffnet

Seit 2018 (bis 2026) werden im Bereich zwischen Justus-Liebig- und Schwindstraße, Lenbachstraße und Menzelplatz / Holbeinstraße neun Mehrfamilienhäuser (Baujahr 1954/1955) mit 135 nicht mehr zeitgemäßen Kleinwohnungen abgebrochen und durch ebenso viele Neubauten mit dann 138 Wohnungen ersetzt.

Ziel ist es, neben der Schaffung von weiterem Wohnraum (durch Verbreiterung und Verlängerung der Baukörper können rd. 2.000 qm zusätzliche Wohnfläche gewonnen werden), auch in diesen Neubauten moderne und preisgünstige Wohnungen anzubieten. So wird den bisherigen Bewohnern ermöglicht, in „ihrem“ Viertel zu verbleiben. Die Grundmiete (ohne Betriebs- und Heizkosten) der ersten beiden, bereits fertiggestellten und bezogenen Neubauten (Lenbachstr. 1, 3, 5 und 7, 9, 11) beträgt durchschnittlich 6,65 €/ qm und ist somit im Vergleich zum aktuellen Mietpreis einer Neubauwohnung mit Ø 64 qm in der Stadt Bayreuth (10,53 €/qm lt. Mietenübersicht 2019) sehr moderat.

Doch nicht nur die Bewohner, auch deren Fahrzeuge bekommen hier ein neues Zuhause:

Anstelle des Garagenhofs in der Mitte des Quartiers wurde von der Firma Goldbeck aus Tennenlohe in nicht einmal einem halben Jahr Bauzeit ein Parkhaus mit 178 Stellplätzen  errichtet.

Die spannende Fassadengestaltung zeigt ihre Strahlkraft bei Tag und bei Nacht und weist ein ebenso attraktives Innenleben auf:

Hier sind bereits alle Vorbereitungen für die kurzfristige und problemlose Einrichtung von Ladestationen für Elektroautos getroffen – diese werden nach Bedarf angeschlossen. Über die für Frühjahr 2021 geplante dachaufgesetzte Photovoltaikanlage wird ressourcenschonende Solarenergie zur Verfügung stehen.

Im Zuge der Außenanlagengestaltung folgt die Begrünung der Parkhausfassade. Diese Bepflanzung bindet Staub, wirkt schalldämpfend und sorgt nicht zuletzt durch die günstige Beeinflussung von Temperatur und Luftfeuchte für ein positives „Stadt-Raum-Klima“ im Quartier und trägt so bei zum „Grünen Wohnen in der Lenbachstraße“.

„Grün“ …

… steht hier zum einen für die großzügigen Grün- und Freiflächen, die dem Quartier den Charakter einer „modernen Gartenstadt“ verleihen. Diese ermöglichen aber auch eine Erweiterung der Gebäude und die Errichtung von Stellplätzen, ohne dass der ursprüngliche Charakter stark beeinträchtigt wird.

… steht bei diesem Bauvorhaben jedoch für mehr als nur Bäume, Wiesen und Pflanzen:

Der ökologische Gedanke findet Eingang durch die dachaufgesetzten Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden und Parkhaus sowie durch die Beheizung mit nachwachsenden Rohstoffen (Pellets).
In Kombination mit einer energieeffizienten Wärmedämmung erreichen die Wohnhäuser KfW-Standard 55. Dieser hohe energetische Standard bedeutet, dass die Gebäude nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Neubaus benötigen und daher besonders umweltfreundlich sind. Und dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt, sondern auch ganz konkret auf die 2. Miete (Heiz- und Nebenkosten) der Bewohner aus.

Rahmendaten Wohngebäude

Die voll unterkellerten 3-geschossigen Baukörpern (E + II) entstehen nach den Plänen des ehemaligen Leiters des Techn. Bestandsmanagements der GEWOG, Architekt Andreas Baier, in Modulbauweise.
Jedes Modul entspricht einem Hauseingang und besteht aus sechs Wohnungen. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen rd. 38 qm für die kleinste (2-Zimmer-)Wohnung bis hin zu rd. 80 qm für die 4-Zimmer-Wohnung.
Geplant sind zwei verschiedene Module, die je nach Bedarf aneinandergereiht werden können.

Modul I besteht aus sechs 2- und 3-Zimmer-Wohnungen mit je knapp 50 qm bzw. 70 qm und einer Gesamtwohnfläche von 357 qm.
Modul II beinhaltet je drei 2- und drei 4-Zimmer-Wohnungen mit rd. 39 qm bzw. 80 qm und insgesamt 355 qm Wohnfläche. Die Planung mit den beiden Modulen sichert während der doch recht langen Bauzeit des Projekts eine vergleichsweise hohe Flexibilität und ermöglicht die Anpassung an sich verändernde Anforderungen des Wohnungsmarktes bzw. des Quartiers.
In den 23 Modulen werden insgesamt 138 Wohnungen errichtet, davon rund die Hälfte als 2-Zimmer-Wohnungen, ein Drittel mit 3 Zimmern und rund 17 % als 4-Zimmer-Wohnungen.

Die Neugestaltung des Quartiers (Abbruch und Ersatzneubau) erfolgt mit Rücksicht auf die Bewohner über mehrere Jahre verteilt, beginnend am östlichen Ende mit dem Abbruch der Gebäude Lenbachstraße 1-3 bis zu den letzten Altbauten Lenbachstraße 27-31 an der Justus-Liebig-Straße.

Baukosten

Rund 21 Mio. € der Baukosten entfallen auf die Wohngebäude, hinzu kommen rd. 2,7 Mio. € für das Parkhaus. Weitere 2,3 Mio. € sind für die Gestaltung der Außenanlagen veranschlagt.

Die Gewerke werden – soweit möglich und wirtschaftlich vertretbar – an Baufirmen aus der Region vergeben und stützen so das heimische Gewerbe.

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